Checkliste
Ausrüstung

Checkliste: Mein erstes Skateboard

Wenn Ihr auch gerade vor der Entscheidung steht, Euch Euer erstes Skateboard anzuschaffen, dann findet Ihr hier hoffentlich einige Tipps, wie Ihr vorgehen könnt bzw. was Ihr beachten solltet: 

Grundsätzlich würde ich jedem Anfänger erst einmal zu einem Komplettboard raten. ‘Komplettboard’ bedeutet, dass Ihr quasi aus einer Reihe unterschiedlicher Skateboards einfach Euer Lieblingsmodell auswählen könnt, bestellt und – voilà – geliefert wird ein fertig und fachgerecht montiertes Skateboard, dass sofort startklar ist.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Skateboards, die Ihr Euch komplett selbst zusammenstellen könnt. Hier müsst ihr allerdings

  • a) ersteinmal wissen, welche Teile überhaupt benötigt werden (Achtung! Neben Brett, Rollen & Achsen braucht Ihr auch noch Griptape, Schrauben, Kugellager und Werkzeug!)
  • b) welche Teile zusammen funktionieren (nicht jede Achsbreite passt zu allen Decks bzw. nicht alle Rollen zu jeder Achsbreite etc.) und
  • c) welche Zusammenstellung welcher Teile eigentlich was am Skateboard beeinflusst (z.B. breiteres Deck für ruhigeres Fahrverhalten, aber schwerer, deshalb mehr Kraft nötig für Flip-Tricks etc.)

Ihr seht schon, sich ein Skateboard selbst zusammenzustellen benötigt entweder eine richtig gute Beratung im Skateshop und/oder viel Erfahrung und richtig viel Zeit, um sich in alles einzulesen und am Ende eine elaborierte Entscheidung zu treffen.

Fazit: Ihr wollt skaten und könnt es kaum erwarten endlich loszulegen? Fangt mit einem Komplettboard an!

Wie schon gesagt bekommt ihr dieses Board komplett montiert, alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt, alles ist dran und ihr könnt sofort loslegen. Ein paar Dinge solltet Ihr aber bei der Auswahl eines Boards trotzdem noch beachten:

  • Art des Skateboards: Achtung, Skateboard ist nicht gleich Skateboard! Je nachdem, wo ihr skaten möchtet (Skatepark, Straße, Surfskate etc.) braucht ihr anderes Equipment
    • Übersicht über die verschiedenen Skateboard-Arten und deren Verwendungszweck findet Ihr hier (in Arbeit!)
  • Breite des Decks: Die Breite eines Decks wird gewöhnlich in Zoll (z.B. 7.75″) gemessen und gibt an, wie viel Platz ihr zum Platzieren Eurer Füße auf dem Brett habt (und beeinflusst die Stabilität Eures Bretts)
    • Regel: Je größer Eure Füße und je schwerer Ihr seid, desto größer das Deck
    • Reguläre Größen gehen von etwa 7.75″ bis etwa 8.5″/8.75″
    • Eine Empfehlung von Skatedeluxe.com zum Thema Schuhgröße und Deckbreite findet sich hier
  • Material: Skateboard-Decks können sehr unterschiedliche Zusammensetzungen haben und auch unterschiedlich viele Schichten
    • Je mehr Schichten, desto stabiler, aber gleichzeitig auch unflexibler das Skateboard
    • Auch das verwendete Material beeinflusst das Flexverhalten Eures Decks
    • Gängig und ausreichend für den Anfang sind 7 Schichten Ahornholz (später könnt Ihr auch auf Carbonverstärkte umsteigen, wenn Euch  reguläre Decks zu schnell brechen)
  • Marke: Es gibt sehr sehr viele verschiedene Skateboard-Marken dort draußen und natürlich sind nicht alle gleich gut. Aber auch keine wirklich schlecht..
    • Jede Marke hat meist Ihren eigenen Design-Stil Ihrer Bretter – sucht etwas aus, was Euch gut gefällt
    • Viele größere Online-Skateshops bieten Skateboards Ihrer Eigenmarken zu sehr attraktiven Preisen an. Damit habe ich noch keine Erfahrung, aber wenn Ihr unsicher seid, googelt einmal kurz, ob es viele negative Suchergebnisse gibt und falls Nein sollte das Brett in Ordnung sein
    • Lasst Euch nicht verwirren von anderen Skatern. Jeder hat seine Lieblingsmarke und die Auswahlkriterien können unterschiedlichster Natur sein (Qualität, Design, Manufaktur aus dem Nachbarsdorf etc.).
    • Fazit: Sucht Euch eines aus, das Euch gefällt und macht Eure Erfahrungen damit. Ihr werdet noch viele Bretter fahren und langsam aber sicher Euren Favoriten finden. Einmal kurz das Brett googeln nach Reviews vor dem Kauf ist nie verkehrt und verschafft Euch einen Überblick.

So. Eigentlich könnt Ihr direkt loslegen und euer Board aussuchen! Die Recherche zu den einzelnen Boards kann wirklich sehr viel Spaß machen und man kann den Kaufprozess auch richtig genießen, aber lasst Euch nicht verwirren von zu vielen Meinungen/Ratschlägen/Information.  Natürlich möchte niemand viel Geld ausgeben für ein schlechtes Produkt, aber wenn Ihr im Internet ein wenig recherchiert werdet Ihr ‘schlechte’ Produkte schnell identifiziert haben und die richtige Entscheidung treffen. Wir sind Anfänger und werden marginale Unterschiede zwischen Decks, Achsen, Rollen etc. noch nicht wirklich wahrnehmen. Wir sind froh, wenn der erste Ollie gelingt, wir solide auf dem rollenden Board stehen bleiben können und einigermaßen souverän wirken. Glaubt mir… Und all die Erfahrungen, die wir mit dem(n) ersten Brett(ern) machen können wir dann nutzen, wenn wir uns nach einiger Zeit das erste Brett selbst zusammenstellen 🙂

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